Neukonzeptionierung des ehemaligen Innstadt-Brauerei-Areals
Wie kann das Areal der ehemaligen Innstadt-Brauerei zu einem lebendigen Quartier transformiert werden, das zwischen historischer Innstadt und suburbanem Stadtraum vermittelt und die Identität des Ortes stärkt?
3. Preis
Städtebauliches Werkstattverfahren
2025, Passau
Das Areal der ehemaligen Innstadt-Brauerei liegt an der Schnittstelle zwischen der historisch gewachsenen Struktur der Passauer Innstadt und den heterogenen Siedlungsbereichen jenseits der Kapuzinerstraße. Der Gebäudebestand reicht von denkmalgeschützten Bauten des 19. Jahrhunderts bis zu großmaßstäblichen Industrieanlagen der ehemaligen Brauereinutzung, von denen viele heute leer stehen.
Der Entwurf basiert auf einer robusten städtebaulichen Grundstruktur mit drei Entwicklungsclustern – Wohnen am Paradiesgarten, Wohnen am Inn und Wohnen im Bestand – die sich um eine gemeinsame „Neue Mitte“ gruppieren. Dieser Quartiersplatz bildet das räumliche und soziale Zentrum des neuen Paradies-Quartiers.
Ein feinmaschiges Wegenetz verbindet die Teilbereiche miteinander und knüpft an bestehende Nachbarschaften an. Platzaufweitungen, Terrassen und Pocket-Parks schaffen differenzierte Freiräume und stärken die Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig wird der Inn stärker in die Stadtstruktur eingebunden: neue Wege, Blickbeziehungen und Aufenthaltsorte machen den Fluss als landschaftsprägendes Element erlebbar.
Die Entwicklung folgt dem Prinzip des Weiterbauens im Bestand. Denkmalgeschützte Gebäude werden erhalten und umgenutzt, prägende Strukturen integriert und durch neue Baukörper ergänzt. So entsteht ein vielfältiges Quartier, das historische Substanz, neue Wohnangebote und öffentliche Freiräume miteinander verbindet und die Innstadt räumlich weiterführt.
Projektpartner:innen
PASEL-K Architects
